[47] Nach einer Untersuchung von Lartet enthält 1 Liter Wasser des todten Meeres bei 300 Meter Tiefe 7,093 Grm. (=0,7 Proc.) Brom.
[48] Der kalifornische Schwefel kommt nicht in Stangenform, sondern in Holzkisten gegossen von 100 Kilogr. Gewicht im Handel vor.
[49] Der Schwefelgehalt der schwefelhaltigen Mineralien ist folgender:
| Pyrit (FeS2) | enthält | 53,3 | Proc. | Schwefel. |
| Kupferkies (Fe2Cu6S6) | „ | 53,3 | „ | „ |
| Magnetkies (Fe7S8 oder nach Th. Petersen FeS) | „ | 39,5 | „ | „ |
| Bleiglanz (PbS) | „ | 13,45 | „ | „ |
| Zinkblende (ZnS) | „ | 33,0 | „ | „ |
| Kieserit (MgSO4 + H2O) | „ | 23,5 | „ | „ |
| KAnhydrit (CaSO4) | „ | 23,5 | „ | „ |
| Gyps (CaSO4 + 2H2O) | „ | 18,6 | „ | „ |
| Steinkohle (namentlich Gaskohle) | „ | 1,0 | „ | „ |
Die Steinkohlenmenge, welche jährlich in London zur Leuchtgasbereitung verwendet wird, enthält 200,000 Ctr. Schwefel, entsprechend 612,500 Ctr. Schwefelsäure!
[50] Die Regenerirung des Schwefels aus den Sodarückständen (Seite [202]) hat bereits grosse Ausdehnung gewonnen; so liefert z. B. der österreichische Verein für chem. und metallurg. Produktion zu Aussig (Director Max Schaffner) jährlich 450,000 Kilogr. (= 9000 Ctr.) Stangenschwefel (aus den Sodarückständen) in den Handel. Auch die unter Hasenclever's Leitung stehende Rhenania in Aachen producirt massenhaft regenerirten Schwefel. Ebenso auch Mannheim, Ringkuhl bei Kassel und die meisten englischen Sodafabriken.
[51] Dass man den Schwefel aus dem Schwefelwasserstoff auch durch Leiten des letzteren Gases in Eisenchlorid erhalten kann, ist bereits von der Technik berücksichtigt und neuerdings (1862) von Gossage wieder empfohlen worden.
[52] Nach Cossa (1868) lösen
| 100 | Th. | Schwefelkohlenstoff | bei | 15° | C. | 37,15 | Th. | Schwefel |
| 100 | „ | „ | „ | 38° | „ | 94,57 | „ | „ |
| 100 | „ | „ | „ | 48,5° | „ | 146,21 | „ | „ |
| 100 | „ | Benzol | „ | 26° | „ | 0,96 | „ | „ |
| 100 | „ | „ | „ | 71° | „ | 4,37 | „ | „ |
| 100 | „ | Aether | „ | 23,5° | „ | 0,97 | „ | „ |
| 100 | „ | Chloroform | „ | 22° | „ | 1,20 | „ | „ |
| 100 | „ | Anilin | „ | 130° | „ | 85,27 | „ | „ |
| nach Pelouze (1869) | ||||||||
| 100 Th. Theeröl von 0,88 spec. Gew. | „ | 130° | „ | 43,00 | „ | „ | ||
[53] Wie gross der Verbrauch an Schwefel zum Einpudern der Trauben geworden ist, erhellt aus einer Mittheilung von W. Sartorius von Waltershausen (Journal für Landwirthschaft von W. Henneberg, 1863, Bd. VIII, p. 62) nach welcher in einem Jahre gegen 850,000 Ctr. Schwefel Siciliens (also gegen 20–25 Proc. der Gesammtproduktion) theils für Sicilien, theils für Italien, Frankreich und Spanien zu diesem Zwecke verbraucht werden.