[127] Unter den indirecten Steuern ist die Branntweinsteuer eine sehr angemessene, nicht weil wir glauben könnten, es werde deshalb weniger getrunken — denn um das herbeizuführen, müsste man die Steuer auf Branntwein schon bis zu einer Prohibitivabgabe steigern — sondern weil Branntwein in kleineren Portionen auf einmal consumirt wird als alle übrigen Getränke und daher an dem jeweilig consumirten Volumen der Steuerbetrag ganz winzig klein ist.
[128] In Bayern und Württemberg versteuert man nur das Malz, nicht die Kartoffeln, die zur Branntweinfabrikation dienen.
[129] Das Verhältniss des Natriumbicarbonates zur Salzsäure ist so gewählt, dass 5 Grm. des ersteren durch 33 Kubikcentim. der Säure vollkommen neutralisirt werden; das Brot muss eine sehr schwachsaure Reaction behalten.
[130] Vergl. Jahresbericht der chem. Technologie 1868 p. 580 und C. Thiel, Gewerbeblatt für Hessen 1870 p. 161.
[131] Gegen Pasteur's Ansichten über die Essigbildung ist unlängst (Journ. f. pract. Chemie 1870 Bd. I. p. 312) v. Liebig energisch zu Felde gezogen.
[132] Nach S. Marasse (1868) ist das rheinische Buchenholztheerkreosot ein Gemenge von gleichen Theilen
| Cresylsäure | C7H8O | ( | bei | 203° | siedend | ) | |
| und | Guajacol | C7H8O2 | ( | „ | 200° | „ | ) |
Letzteres aber ist der saure Methyläther der Oxyphensäure C6H5 CH3 }O2.
[133] 1 Gewichtstheil Alkohol giebt beim Verbrennen zu Kohlensäure und Wasser 7189 W.-E., Holzgeist dagegen nur 5307 W.-E.
[134] Jahresbericht der chem. Technologie 1868 p. 707.