Lange cremefarbene Gardinen mit feinen cremefarbenen Spitzen vor einem breiten, hohen Fenster. Und dazwischen, drüben über dem Dachfirst, steht hell der große runde Vollmond und lugt silberblau in meine Stube.
Mir wird so närrisch zumut, und ich fange an zu phantasieren.
Es ist wie eine religiöse Anwandlung.
Ich denke, ich bin der eine, der Wanderer von Anbeginn, liege hier still und höchst modern auf meinem Ruhebett und schaffe mir ein Divertissement.
Ich habe eine gar ruhige, umfassende Laune; viel, viel paßt in sie hinein. Selbst ermeß ich nicht ihre dunkelsten Tiefen! –
»Schwester du vom ersten Licht,
Bild der Zärtlichkeit in Trauer ...«
O Mond! O Hell-Dunkel! O lichte Nacht!
Ich denke, du bist es, eine Ferne, die hier hereinschaut, und ich phantasiere mit dir fromm das alte Märchen von unserer Ewigkeit.