O eine Bitte! Eine dringende Bitte!

Man hat’s doch heute überall »so herrlich weit gebracht«. Möchte nicht einer von unseren gewiß höchst ehrenwerten [pg 41] Grüblern, Wissenschaftlern, Lumpensammlern der Weltgeschichte und bestpatentierten Erfindern irgendeine Botanisiertrommel zusammenmathematisieren, in der man ein bißchen, ach! nur ein winziges bißchen von dieser freien, fröhlichen, schaffenskräftigen Waldstimmung einigermaßen wohlkonserviert heruntertransportieren könnte in die so gescheite und, ach! so enge, enge Welt?

Na?! Sämtlichen Humanitätsdusel und sämtliches neunmalkluge Gebildetsein wollten wir freudig dafür dreingeben, o heiliger Homunkulus!…

Ach ja, wenn man nur Zeit hätte, auf individuelle Wünsche Rücksicht zu nehmen!…

Man wird mich günstigstenfalls vertrösten und die Petition einstweilen ad acta legen …

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Ein paar Stunden sind hin. Und nun ist es gegen Abend, und ich stehe wieder draußen auf den Hügeln.

Und da steh ich und freue mich wie ein Kind, wie schön das Abendrot da oben über dem dunkelnden Wald hinleuchtet.

Hat man nun wohl bei so widerborstigen Sympathien das Zeug zu einem »décadent«, zu einem »homme fin de siècle«?

Ich glaube, ich werde mein Lebtag beim besten Willen nicht gescheit genug dazu sein …