—Sie werde doch ganz sicher in acht Tagen auf das Kochseefest kommen?—Vater sei sehr böse, flüsterte sie zurück,—aber sie wolle sehen… Der Ausdruck ihres Gesichtes erschien ihm ganz verändert, wie sie an ihm vorbeiging. Alle Freundlichkeit schien aus ihm geschwunden; es war eine ganz andere als die, welche er noch eben in seinen Armen gehalten.

Als sie alle in dem bereits überfüllten Zuge untergebracht waren—die einen hier, die anderen dort, aber alle auseinander gerissen—und er Eltern und Verwandten Adieu gesagt, suchte er sie noch einmal mit den Augen. Aber er fand die Abteilung nicht mehr, wo sie eingestiegen war.

Eilig ging er den Weg zum Garten zurück. Er fühlte sich so leicht und glücklich wie nie zuvor in seinem Leben.

Als er unter seine Freunde trat, wurde er mit Jubel, aber auch mit unmutigen Bemerkungen über sein Fernbleiben empfangen.

Ob er wohl lange genug Familie gesimpelt habe?—Und ein anderer rief über den Tisch hin:

—Laßt ihn, Franz hat eine Braut…—

Felder kümmerte sich um nichts, sondern griff nach einem Glase. Er war durstig, durstig und glücklich, und er wurde selbst nicht böse, als ihm ein Dritter in täppischer Vertraulichkeit zuflüsterte:

—Du, die kleine Heinecke mußt du dir festhalten. Der Alte hat
Moneten wie Heu. Zwei Holzplätze im Norden…

Ob er sich wohl darum gekümmert hatte!—Er wußte nicht einmal, was der Alte war. Aber das hatte er sich schon gedacht, daß die Bemerkungen nun nicht ausbleiben konnten.

Ein Übermut ergriff ihn, der ihm sonst ganz fremd war. Er hörte nicht, was die anderen sagten. Er lachte und trank und ließ sie reden. Ein schönes Mädchen, ein kluges Mädchen, und wie sie küssen konnte!…