Catharina von Medici

BBleich, mit gesenktem Haupt, zerbrochen und zerspaltet

Von Siechtum, das des Arztes spottet, matt und schwach,

Saß Karl der Neunte träumend in dem Prunkgemach,

Die welken Hände über einem Buch gefaltet.

Die Mutter trat herein, die greise Medici,

Mit kaltem Habichtsblick, sie küßt ihn auf die Wangen:

„Wacht auf, mein Sohn, wacht auf, der Mörder ist gefangen,

Gelobt sei Gott, ich habe den Montgomery,

Der Euren Vater, König Heinrich, hat erschlagen!“