Inhalt.


Seite
Auf dem Johannesplan[1]
Traumfriedes Abschied[10]
Die Grünmützen von Feldburg[25]
Ein böser Tag[38]
Heine Peterles Brief[58]
Eine Stadtfahrt[71]
Verkehrte Gedanken[110]
Das Abenteuer im Schloß[126]
Der kleine Teufel hilft Fräulein Wunderlich über die Dornenhecke[147]
Allerlei Geschenke, und was aus ihnen wird[163]
Die Denkmalsbuben von Schwipperlingen[178]
Sommerferienlust[203]
Im Zirkus[225]

Auf dem Johannesplan.

Auf den Stufen, die zu der altersgrauen Stadtkirche von Feldburg emporführten, saßen drei Kinder: zwei Buben und ein Mädel. Es war just um die Zeit, da es die Blumen schrecklich langweilig finden, immer warm und wohlbehütet im braunen Erdbettchen zu liegen, und lieber hinaus wollen, um die Sonne zu sehen und den blauen Himmel. Auch die drei Kinder ließen sich die Frühlingssonne behaglich auf die Nasen scheinen. Mit untergeschlagenen Armen und weit vorgestreckten Füßen saßen die drei da und schauten unverwandt nach einem kleinen Haus hinüber, das in einem Winkel lag. An dem Haus war eigentlich nicht viel zu sehen. Es war das unscheinbarste und kleinste am Johannesplan – so wurde der Kirchplatz genannt. Ein bissel schüchtern und schief stand es in seinem Eckchen, zwei vornehme Nachbarn zur Seite. Links wurde es von dem Schulhof des Gymnasiums begrenzt, zur rechten Seite stand ein prächtiges, altertümliches Haus. Recht vornehm, ja beinahe hochmütig sah das aus; seine Fenster waren fest verschlossen und verhüllt, und über dem breiten Tor trug es ein großes steinernes Wappen.

»Es ist noch immer zu,« sagte das eine Mädel und warf einen flüchtigen Blick auf die verhängten Fenster des großen Hauses. Die Kleine seufzte, und da keiner der Buben etwas sagte, begann sie wieder: »Ich möchte nur wissen, wann er kommt!«