„Es hat — jemine — es ist schrecklich — aber es hat wirklich ausgesehen wie die Prinzessin.“
„Was,“ schrie die Prinzessin, „er erlaubt es sich wieder, mein Gesicht nachzumachen!“ Und geschwind rannte sie die Treppe hinauf, der Herzog lief ihr nach, und beide traten unerwartet in das Zimmer, in dem Kasperle kasperte.
Der machte gerade ein Gesicht, wie es die Prinzessin schnitt, wenn von dem Grafen von Singerlingen geredet wurde.
„Na, warte du!“ Da war die Prinzessin plötzlich mitten im Zimmer und klatsch, klatsch schlug sie auf das Kasperle ein, und der Oberstallmeister mußte ihr den armen Schelm entreißen, sonst wäre es dem gar übel ergangen.
Es war eine schlimme Geschichte! Der Herzog war bitterböse,
die Prinzessin war noch bitterböser und der Oberstallmeister sagte, er wolle auch auf sein Gut zurückkehren, so viel schlechte Laune könne er nicht vertragen.
Zwei Hofherren sagten das auch, der Herzog wurde zornig, und zuletzt mußte er sich wirklich wieder in das Bett legen und Kamillentee trinken. Und an allem war Kasperle schuld, sagte die Prinzessin. Der Herzog ging darum vorher selbst, schloß Kasperle
in den Turm und sagte, morgen werde er streng bestraft, sehr, sehr streng.
Da saß nun das Kasperle wieder allein, traurig und voll Angst. Es dachte: Ach, wer hilft mir nur in meiner Not! Wenn sich der Herzog immerzu über mich ärgert, warum läßt er mich nicht frei und sagt, ich möchte zum Teufel gehen!