Bei ihrem Anblick witschten die Sternbuben eilig in den Torweg eines Hauses, das neben der Apotheke lag. Ein altes Ehepaar wohnte darin, selten ging jemand aus und ein, und Peter und Mathes konnten sich ungestört in dem Flur aufhalten.
Trapp, trapp! kamen vom Obermarkt her andere Buben gelaufen, dann ging es klipp, klapp, klipp, klapp! ein neuer Trupp erschien; da waren aber auch Mädel dabei.
»Die vielen Kinder! Lieber Himmel, gehören die alle in die Löwengasse?« rief Laura. »Je, da kommt eine ganze Masse! Warum kommen die nur alle hierher?«
Trapp, trapp, klipp, klapp! immer neue Trupps kamen, und alle sehr eilig, alle sehr neugierig, und alle liefen sie auf Herrn Häferleins Laden zu. Der Kaufmann arbeitete gerade in seinem Vorratsraume, der merkte nichts, und der Gehilfe sah nur staunend immer mehr und mehr Buben und Mädel sich vor dem Laden versammeln.
Die Grills kamen heim, und ihre erste Frage war, was los sei. Niemand wußte es. Da und dort trat jemand aus seinem Hause und sah staunend auf die immer wachsende Kinderschar. Auch Herr Baldan trat vor die Apotheke. »Was soll das?« rief er zu den Kindern hinüber.
»Wir wollen ihn sehen,« brüllten sie zurück.
Tripp, trapp! kamen da in allerhöchster Eile noch vier Buben an, die schrieen schon von weitem: »Ist er da?«
»Noch nicht!« tönte es zurück.
»Laßt uns durch, macht Platz!« Die zuletzt gekommen waren, versuchten sich vorzudrängen. Das wollten die andern nicht dulden, sie drängten und stießen einander, pufften sich, schrieen, schalten, drohten, lachten; der Lärm wurde immer größer, und wenn die Erwachsenen fragten, was los sei, dann brüllten alle so durcheinander, daß kein Wort zu verstehen war.
Auf einmal schrie vorn ein langer Bube mit einer lustigen kleinen Himmelfahrtsnase und strohblondem Haarschopf: »Jetzt kommt er, aufgepaßt!«