Als Alcide Jolivet diesen Zornesausbruch sah, wand er sich fast vor Lachen und jubelte auf, wie er vielleicht früher noch nie gelacht hatte.
„Er hat ja ganz Recht, der arme Teufel da! rief er. Er ist in seinem vollen Rechte, lieber [pg 1-149] College! Das ist doch seine Schuld nicht, wenn wir keine Mittel fanden, ihm zu folgen!“
Er zog einige Kopeken aus der Tasche.
„Da, Freundchen, sagte er, indem er sie dem Jemschik hinreichte, da, steck’ sie ein. Wenn Du sie nicht verdient hast, war’s ja Deine Schuld nicht!“
Das verdoppelte aber nur noch die Aufregung Harry Blount’s, der sich an dem Postmeister schadlos halten und ihm einen Prozeß an den Hals werfen wollte.
„Einen Prozeß! Und in Rußland! rief Alcide Jolivet; aber unter den obwaltenden Verhältnissen, bester College, wären Sie nicht im Stande, dessen Ende abzusehen. Da ist Ihnen die herrliche Geschichte von jener russischen Amme wohl nicht bekannt, welche der Familie ihres Säuglings gegenüber klagbar wurde, daß sie jenen weiter nähren wollte?
— Ich kenne sie nicht, entgegnete Harry Blount.
— Dann wissen Sie auch nicht, was aus jenem Säugling geworden war, als das Gericht das Endurtheil zu seinen Gunsten fällte?
— Und was, wenn ich bitten darf?
— Ja, mein Gott, ein Oberst der Gardehusaren war aus ihm geworden!“