Aber alle Mühe, alle Anstrengung sollte vergeblich sein!
„Sarin na kitschu!“ riefen die Soldaten aus dem ersten Boote.
Michael Strogoff verstand das Kriegsgeschrei der tartarischen Piraten, auf das es keine andere Antwort gab, als sich platt auf den Boden zu werfen.
Und da weder er selbst noch die Bootsführer diesem Befehle gehorchten, knatterte eine kräftige [pg 1-182] Gewehrsalve, von der zwei der Pferde tödtlich getroffen wurden.
Da – in diesem Augenblick, – folgte auch ein heftiger Stoß: die Barken waren an der Langseite der Fähre angelangt.
„Komm, Nadia!“ rief Michael Strogoff, bereit sich mit ihr über Bord zu stürzen.
Eben wollte das junge Mädchen ihm nachfolgen, als Michael Strogoff von einem Lanzenstoße getroffen in den Strom fiel. Das Wasser riß ihn mit weg; einen Augenblick noch kämpften seine Arme über den Fluthen, dann verschwand er unter den wirbelnden Wellen.
Nadia hatte es mit einem Schrei gesehen; doch bevor sie noch Zeit gewann, sich Michael Strogoff nachzustürzen, ward sie ergriffen, weggeschleppt und in eines der Boote gefangen gesetzt.
Einen Augenblick nachher fielen die Bootsführer, von Lanzenstichen durchbohrt, und die Fähre trieb steuerlos weiter, während die Tartaren den Lauf des Irtysch weiter stromab ruderten.