„Leg’ einen bei Seite, sagte Michael Strogoff zu ihm, aber entleere sofort alle übrigen.
— Sogleich, Väterchen.
— Diese sollen uns den Jeniseï überschreiten helfen.
— Und das Floß?
— Das stellt die Kibitka selbst vor, welche ja leicht genug ist, um selbst zu schwimmen. Uebrigens werden wir und das Pferd sie vermittels dieser Schläuche halten.
— Gut ausgedacht, Väterchen, rief Nicolaus, und mit Gottes Hilfe werden wir glücklich den Hafen erreichen … vielleicht nicht in gerader Linie, denn die Strömung ist sehr stark.
— Das thut nichts, versicherte Michael Strogoff. Laß uns nur erst hinüber kommen, die Straße nach Irkutsk finden wir schon wieder.
— An’s Werk also“, sagte Nicolaus, der sofort daran ging, die Schläuche zu entleeren und sie nach der Kibitka zu schaffen.
Nur ein mit Kumiß gefüllter Schlauch ward reservirt, die andern, mit Luft aufgeblasen und sorgfältig verschlossen, sollten als schwimmende Träger [pg 2-108] dienen. Zwei derselben band man an die Seiten des Pferdes, um dieses über Wasser zu halten. Zwei andere wurden an dem Sitzkasten der Kibitka zwischen den Rädern angebracht, um diese zu tragen und sie als Floß benutzen zu können.
Diese Arbeit war bald vollendet.