— Ausgehend von …?
— Von sibirischen Verbannten, Sire, deren Anzahl, wie Sie wissen, sich hier auf Fünfhundert beläuft.“
Die politischen Verbannten, welche sonst über [pg 2-183] die ganze Provinz verbreitet sind, waren seit Beginn der Invasion in Irkutsk concentrirt. Sie waren dem Befehle nachgekommen, in der Stadt einzutreffen, und hatten die Ortschaften verlassen, wo sie ihren verschiedenen Berufsgeschäften oblagen, hier als Aerzte, dort als Lehrer entweder an einem Gymnasium, der japanischen oder einer Schifffahrts-Schule. Von Anfang an hatte sie der Großfürst, im Vertrauen auf ihren Patriotismus, mit Waffen versehen und sie als tüchtige Vertheidiger erkannt.
„Was wünschen die Verbannten? fragte der Großfürst.
— Sie ersuchen Eure kaiserliche Hoheit um die Erlaubniß, ein besonderes Corps bilden und beim ersten Ausfall an der Spitze marschiren zu dürfen.
— O, erwiderte der Großfürst, ohne seine freudige Erregung zu verbergen, ich wußte es ja, das sind Russen; ihr Patriotismus erwirbt ihnen das Recht, sich für ihr Vaterland zu schlagen.
— Ich glaube Eurer kaiserlichen Hoheit versichern zu können, sagte der Generalgouverneur, daß Sie keine besseren Soldaten zu finden vermögen.
— Doch sie brauchen dann einen Führer, bemerkte der Großfürst. Wer soll das sein?
— Sie wünschten Eurer Hoheit einen aus ihrer Mitte vorzuschlagen, antwortete der Polizeidirector, der sich schon bei mehreren Gelegenheiten ausgezeichnet hat.
— Ist es ein Russe?