— Und der Profit? heiliger Gott Israels, rief der Jude, rechnen Sie den für nichts?

— Sie haben Recht, mischte sich ein anderer Reisender in das Gespräch, asiatische Artikel werden am Platze empfindlich fehlen; die Teppiche aus Samarkand ebenso, wie die Wollenwaaren, die Seifen, Oele und die Shawls aus dem Morgenlande.

— Ei, nehmen Sie sich in Acht, Väterchen, antwortete ein russischer Reisender mit spöttelnder Miene, Sie werden sich furchtbare Fettflecke in ihre Shawls bringen, wenn Sie sie mit den Seifen und Oelen zusammenpacken!

— Das kommt Ihnen wohl sehr komisch vor! versetzte etwas spitzig der Kaufmann, der solche Scherze nicht besonders liebte.

— Nun, und wenn man sich die Haare ausraufen und Asche auf’s Haupt streuen wollte, fuhr jener Reisende fort, würde das den Lauf der Dinge ändern? Nein! Um keinen Deut mehr als den Transport der Meßgüter.

— Man erkennt es, daß Sie kein Kaufmann sind, bemerkte der kleine Jude.

— Meiner Treu, nein, würdiger Nachkomme Abraham’s! Ich verkaufe weder Hopfen noch Theer, Honig oder Wachs, weder Hanfsamen noch Pökelfleisch, Caviar, Holz, Wolle, Bänder, nicht Hanf oder Leinen, keine Maroquins oder Pelzwaaren!…

— Aber kaufen Sie vielleicht davon? fragte der Perser, den Redestrom des Reisenden unterbrechend.

— So wenig als möglich und nur für meinen Privatbedarf, antwortete jener mit den Augen zwinkernd.

— Das ist ein Spaßvogel, raunte der Jude dem Perser zu.