— Ja, Schwester, erwiderte der junge Mann. Wir haben Beide den nämlichen Weg. Wo ich hindurchkomme, wirst auch Du hindurchkommen.

— Morgen, Bruder, sollst Du erfahren, warum ich die Küste der Ostsee verließ, um nach jenseits der Berge des Ural zu ziehen.

— Ich frage nach Nichts, Schwester.

— Du sollst Alles wissen, antwortete das junge Mädchen, auf deren Lippen ein schmerzliches Lächeln spielte. Eine Schwester darf ihrem Bruder nichts verheimlichen. Heute könnte ich aber nicht!… Die Anstrengung, die Verzweiflung haben meine Kräfte verzehrt.

— Willst Du in Deiner Cabine ausruhen? fragte Michael Strogoff.

— Ja … ja … und morgen …

— So komm …!“

Er brach den Satz ab, so als hätte er ihn mit dem ihm noch unbekannten Namen seiner Begleiterin schließen wollen.

„Nadia, sagte sie und reichte ihm die Hand.

— Komm, Nadia, und verfüge über Deinen Bruder Nicolaus Korpanoff ohne alle Umstände.“