Es war am Morgen des 6. Octobers. Die Hard, die auswärts etwas trinken wollte, hatte die Kinder in der verschlossenen Hütte zurückgelassen.

Die Kranke röchelte. Außer etwas Wasser zur Befeuchtung der Lippen, konnte sie keine Erquickung erhalten. Arzneimittel hätten in Donegal geholt und bezahlt werden müssen.... Da wußte die Hard ihre Zeit und ihr Geld besser anzuwenden. Das kleine Opfer hatte nicht mehr die Kraft, sich zu bewegen. Mitten in der Fieberhitze zitterte sie vor Kälte. Noch einmal öffneten sich weit ihre Augen, wie um das Licht zum letzten Male zu sehen, und als ob sie sagen wollte:

»Ach, warum, warum wurd' ich geboren?«

Ueber sie gebeugt, netzte ihr Sissy sanft die Schläfe.

Findling starrte auf die beiden hin, etwa wie auf einen Käfig, der sich öffnen und einen Vogel herausflattern lassen sollte....

Als das Kind kläglicher seufzte und sich sein Mund dabei verzerrte, fragte er:

»Wird sie etwa gar sterben? – ein Verständniß dafür hatte er freilich nicht.

– Ja... antwortete Sissy, sie wird in den Himmel kommen.

– Ohne zu sterben kann man wohl gar nicht in den Himmel kommen?

– Nein, das kann man nicht.«