Ueberdies schien sich von der Farm der Eindruck von merkwürdiger Oede und Verlassenheit zu verbreiten.
Findling beschleunigte seine Schritte. Er nahm alle seine Kräfte zusammen und fing an zu laufen. Wiederholt hinfallend und schnell aufspringend kam er vor dem den Pachthof abschließenden Thore an....
Welch ein Anblick! Das Thor war zertrümmert. Im Hofe zeigten sich sehr viele Fußspuren in allen Richtungen. Von den Baulichkeiten, den Ställen und Scheunen ragten nur noch die vier Wände, aber ohne Dach, empor. Die Strohbedeckung war heruntergerissen. Eine Thür, einen Fensterrahmen gab es nicht mehr. Offenbar hatte man alles unbewohnbar gemacht, um die Familie zu hindern, sich hier noch ein Obdach zu suchen. Das war eine traurige Ruine von Menschenhand!
Findling blieb wie vom Donner gerührt stehen. Scheu und Schrecken durchbebten ihn. Er wagte nicht, durch das Thor zu schreiten, sich dem Hause zu nähern....
Und doch entschloß er sich endlich dazu. Wenn der Farmer oder eines der Seinigen noch hier war, so mußte er's doch wissen....
Findling wankte bis an den Hauseingang. Er rief laut....
Keine Stimme antwortete ihm.
Da sank er auf der Schwelle nieder und fing an zu weinen. –
In seiner Abwesenheit hatte sich folgendes zugetragen.
Die traurigen Austreibungen, infolge deren nicht nur einzelne Farmen, sondern oft auch ganze Dörfer von ihren Bewohnern verlassen werden, sind in den Grafschaften Irlands gar nichts seltenes. Die armen Leute, von der Stätte verjagt, wo sie geboren wurden und auch noch zu sterben erwarteten, könnten aber zurückkehren, die Thüren der Häuser sprengen und in diesen wieder ein Obdach suchen, das sie anderswo nicht fanden.