»Die arme Möwe!... Das arme Thier!« rief er klagend.
In Grip's Herzen kochte der Zorn auf und er hätte Carker wahrscheinlich eine Tracht Prügel verabreicht, die dieser nicht so leicht vergessen hätte, als er sah, daß das Kind den Strand hinauf mitten unter die Bande eilte und für den Vogel um Erbarmen bat.
»Carker, ich bitte Dich... wiederholte der Kleine... schlage lieber mich, nicht aber die Möwe... nur die Möwe nicht!«
Ein Hagel von Spottreden war die Antwort darauf, als die andern ihn ganz nackt mit den dünnen Beinchen und den vorspringenden Hüftknochen ans Land laufen sahen, während er noch immer rief:
»Gnade... Gnade... für die arme Möwe!«
Keiner hörte auf sein Flehen, sondern alle lachten ihn aus und verfolgten den Vogel weiter, der sich vergeblich von der Erde zu erheben und dann, mühsam auf den Füßen forthüpfend, zwischen den Felsen Schutz suchte.
Vergeblich.
»Ihr Feiglinge!... Ihr Thierquäler!« rief der Findling ihnen zu. Carker hatte die Möwe an dem einen Flügel gepackt, schwenkte sie herum und warf sie dann in die Luft. Sie fiel wieder zu Boden, wo sie ein andrer ergriff und auf die Strandkiesel schleuderte.
»Grip... Grip!... rief der Findling wiederholt, nimm sie in Schutz, Grip!«
Dieser stürzte sich zwar auf die Rangen, um ihnen den Vogel zu entreißen, er kam jedoch zu spät. Carker hatte der Möwe schon mit dem Absatz den Kopf zertreten.