– Ja und nein, antwortete O'Brien.

– Nein, Herr O'Brien, nein! versicherte Findling energisch. Und wenn ich mir etwas erwerbe, wird mir immer das schmerzliche Gefühl bleiben, daß der Grund dieses Vermögens nach dem Untergange der Mac Carthy's gelegt wurde. Wie gern hätt' ich als Kind des Hauses mein Leben auf jener Farm verbracht! Da hätt' ich mein Pathenkind Jenny aufwachsen sehen, und ein größeres Glück, als das meiner Adoptivfamilie zu betrachten, könnt' ich mir gar nicht denken.

– Ich verstehe Dich, mein Kind. Es ist aber nicht minder richtig, daß grade dieser Verlauf der Dinge Dir einmal gestatten wird, Dich für das, was jene an Dir gethan, erkenntlich zu zeigen.

– Besser wär' es doch, Herr O'Brien, wenn sie nicht nöthig hätten, von irgend jemand Hilfe anzunehmen.

– Ich erkenne gern diese Empfindungen an, die Dir alle Ehre machen. Doch setzen wir unsre Betrachtungen fort. Du kamst nach Trelingar-castle....

– O, diese widerwärtigen Leute, der Marquis, die Marquise und ihr Sohn Ashton!... Welche Kränkungen hab' ich da erdulden müssen!... Das war die schlimmste Zeit meines Lebens.

– Und doch ein Glück, daß es so war. Bei guter Behandlung wärst Du vielleicht in Trelingar-castle geblieben....

– Nein, Herr O'Brien, im Dienste als Groom?... Nein, gewiß nicht!... Ich blieb nur da, um auf ein besseres Unterkommen zu warten und bis ich mir etwas erspart hätte.

– Nun, bemerkte O'Brien, eine Person muß doch sehr befriedigt davon sein, daß Du überhaupt in jenes Schloß gekommen warst; ich meine die Kat.

– O, die vortreffliche Frau!