– Wa...s? Sie selbst wollte...
– Gewiß; und da es Dein Wunsch auch ist...
– Mein Wunsch... ich weiß nicht... freilich...«
Grip wußte gar nicht, was er antwortete, und hörte kein Wort mehr von dem, was Findling zu ihm sagte. Er ergriff seinen Hut, stülpte ihn auf den Kopf, nahm ihn wieder ab, legte ihn auf einen Stuhl und setzte sich dann selbst darauf, ohne es zu merken.
»Achtung, rief Findling lachend, nun wirst Du Dir zur Hochzeit einen neuen anschaffen müssen.«
Natürlich kaufte er gern einen andern Hut, doch wie er überhaupt zu dieser Heirat gekommen war, das begriff er nimmermehr. Lange Zeit konnte ihn niemand aus seiner Verwunderung reißen... nicht einmal Sissy. Doch, so etwas geht ja mit der Zeit vorüber.
Jedenfalls legte Grip am frühen Morgen des Weihnachtsheiligabends ganz schwarze Kleidung an, als ob er zu einer Beerdigung – und Sissy ein ganz weißes Gewand, als ob sie zu einem Balle gehen wollte. Findling, Bob und Kat zogen ebenfalls den Sonntagsstaat an, obwohl es Freitag war. Dann holten zwei Wagen alle an der Thür des »Kleinen Geldbeutels« ab, um sie nach der Kapelle in der Bedford-Street zu bringen. Und als Grip und Sissy eine halbe Stunde später das Gotteshaus wieder verließen, da waren sie plötzlich Mann und Frau geworden.
Außer dieser Kleinigkeit hatte sich nichts verändert, als die fröhliche Gesellschaft nach dem Bazar von Little Boy and Co. zurückkehrte. Sofort wurde der Verkauf wieder aufgenommen, denn am Abend vor Weihnachten konnte man doch der zahlreich herbeiströmenden Kundschaft einen so reichlich ausgestatteten Laden nicht verschließen.
XIV.
Das Meer von drei Seiten.
Am 15. März, etwa drei Monate nach der Hochzeit Grips und Sissys, verließ der Schooner »Doris« den Hafen von Londonderry und stach bei günstigem Nordostwind ins Meer.