III.
In Trelingar-castle.
Als das Thor neben dem Pavillon sich aufthat, wollte der Verwalter Scarlett eben den Ehrenhof verlassen, um sich entsprechend dem Befehle des Schloßherrn nach Kanturk zu begeben. Die Hunde des Grafen Ashton, die Birk, der ihnen offenbar nicht gefiel, wittern mochten, fingen wüthend an zu bellen.
Da Findling fürchtete, daß sich hier eine Katzbalgerei entwickeln könnte, bei der Birk doch eine zu große Uebermacht gegen sich gehabt hätte, gab er diesem ein Zeichen, sich zu entfernen, und das gehorsame Thier verschwand hinter einem Busche, wo es nicht bemerkt werden konnte.
Als Scarlett den auf das Thor zuschreitenden Knaben bemerkte, rief er ihn heran.
»Was willst Du hier?« fragte er mit barscher Stimme.
Wenn der Verwalter sich nämlich kriechend unterwürfig gegen alle Vornehmen zeigte, so verleugnete er doch gegen niedriger Stehende, und vorzüglich gegen Kinder, niemals seine brutale Natur.
Seine Aufgeblasenheit konnte unsern jungen Helden freilich nicht schrecken. Er hatte noch weit härtere Anreden bei der Hard, von Thornpipe und in der Lumpenschule hinnehmen müssen. Wie es sich schickte, entblößte er den Kopf, als er auf Scarlett zuging, den er übrigens gleich nicht für Seine Herrlichkeit den Lord Piborne, den Schloßherrn von Trelingar, ansah.
»Wirst Du wohl sagen, was Du hier willst? herrschte ihn Scarlett noch einmal an. Bettelst Du um eine Gabe, dann mach' daß Du fortkommst. Kleine Herumtreiber wie Du erhalten hier nichts, nicht einmal einen Copper!«
Das waren recht unnütze Worte, vor denen Findling zu gar keiner Antwort kommen konnte, zumal er sich immer vor dem etwas unruhigen Pferde des Verwalters in Acht nehmen mußte. Gleichzeitig tobten die Hunde knurrend und bellend im Hofe umher. Das machte einen Lärm, der jede Verständigung erschwerte.
Scarlett mußte auch noch lauter sprechen, als er hinzufügte: