– Weil ich ihn daran hindern werde!
– Du?...
– Ich, Herr Scarlett! Jener Hund gehört mir und ich lasse ihn nicht tödten!«
Während der Verwalter von dieser Erklärung noch ganz verblüfft dastand, stürmte Findling schon aus dem Hof und hatte bald den Saum des Waldes erreicht.
Hier zwängte er sich wohl eine halbe Stunde lang durch das Buschwerk, wobei er zuweilen innehielt, um zu hören, ob ihn ein Geräusch auf die Spur des Grafen Ashton führen könnte. Der Wald war todtenstill, und ein Gebell hätte von sehr weit her vernehmlich sein müssen. Nichts wies aber darauf hin, daß Birk von den Wachtelhunden des jungen Piborne etwa wie ein Fuchs gehetzt würde; ebensowenig konnte er sich klar werden, welche Richtung er wohl einzuschlagen hätte.
Das war eine Ungewißheit zum verzweifeln! Möglicherweise befand sich Birk, wenn die Hunde ihn verfolgten, schon sehr fern von hier. Wiederholt rief er dessen Namen in der Hoffnung, daß das treue Thier seine Stimme hören würde. Er fragte gar nicht, was er thun würde, um den Grafen Ashton und dessen Rüdenmeister an der Tödtung Birks zu verhindern, wenn ihnen dieser zum Schusse kam – er wußte nur, daß er ihn vertheidigen würde, und daß ihm die Kraft nicht fehlen würde, das zu thun.
So auf gut Glück weiter gehend, hatte sich Findling schon gegen zwei Meilen vom Schlosse entfernt, als er aus der Entfernung von einigen Hundert Schritten und hinter einer Gruppe großer Bäume, die neben einem Teiche aufragte, lautes Bellen hörte.
Findling blieb stehen: er hatte die Stimme der Wachtelhunde erkannt.
Ohne Zweifel war Birk jetzt aufgestöbert worden und vielleicht schon mit den vom Piqueur aufgehetzten Hunden in Kampf gerathen.
Bald ließen sich auch deutlich folgende Worte vernehmen: