Doch nein. Erschöpft von der Hetzjagd und von einigen Bissen, die Birk ihnen zum Andenken mitgegeben hatte, folgten die Hunde jetzt Bill nach. Die Fährte des Grooms und Birks entging ihnen, obwohl sie so nahe an deren Versteck vorüberkamen, daß Findling deutlich hören konnte, was der Graf Ashton zu dem Piqueur sagte.
»Du bist überzeugt, ihn getödtet zu haben, Bill?
– Gewiß, Herr Graf... durch eine Kugel in den Kopf, als er ins Wasser sprang. Das wurde ja an der Stelle ganz roth, und jetzt liegt er tief unten, bis er wieder heraufkommt....
– Ich hätte ihn gern lebend gehabt!« rief der junge Piborne.
Freilich, das wäre so nach dem rohen Geschmacke des Erben von Trelingar gewesen und hätte seinen Rachedurst befriedigt, wenn er selbst Birk hätte abthun oder von seinen Hunden zerfleischen lassen können, die ja an Grausamkeit ihrem Herrn nicht nachstanden.
VI.
Zwei zusammen achtzehn Jahre alt.
Findling athmete auf, wie vielleicht noch nie in seinem Leben... tief, erleichtert, als er den Grafen Ashton, den Piqueur und die Hunde verschwinden sah, und, fügen wir hinzu, Birk wohl auch, als Findling die Hände von seiner Schnauze losließ, indem er sagte:
»Belle jetzt nicht... belle nicht, Birk!«
Und Birk bellte nicht.
Ein Glück war es, daß Findling an diesem Morgen, einmal entschlossen fortzugehen, seine alten Sachen angezogen, sein Bündelchen geschnürt und die Börse eingesteckt hatte. Das ersparte ihm die Unannehmlichkeit, ins Schloß zurückzukehren, wo der Graf Ashton nun gewiß erfahren hatte, wem der Mörder des Wachtelhundes gehörte, und das hätte für den Groom natürlich eine schreckliche Scene heraufbeschworen. Mit seinem Fernbleiben verlor er freilich den Lohn für einen halben Monat, den er hatte beanspruchen wollen, doch ertrug er lieber diesen Verlust. Jetzt einmal aus dem Trelingar-castle heraus, fern von dem jungen Piborne und dem Verwalter Scarlett, dafür aber in Gesellschaft seines Hundes, dachte er nur daran, sich schnellstens aufzumachen.