Nach einem zweistündigen scharfen Trabe, der sie am Sprechen hinderte, machten sie Halt.

»Schritt reiten, Lieutenant! rief José erschöpft. Santa-Maria! Da würde ich es doch vorziehen, bei einem steifen Nordwest zwei Stunden lang auf dem großen Topmaste zu reiten.

— Beeilen wir uns! entgegnete Martinez. – Du kennst doch die Straße gut, José, nicht wahr, ganz genau?

— So gut wie Sie die Straße von Cadix nach Vera-Cruz, und hier haben wir weder die Stürme des Golfs, noch die Sandbänke von Taspan oder Santander zu fürchten, die uns aufhalten könnten! … Aber Schritt!

— Nein, lieber schneller, erwiderte Martinez, indem er seinem Rosse die Sporen gab. Ich fürchte dieses Verschwinden Pablo's und Jacopo's. Sollten sie allein bei dem Handel profitiren und unsern Antheil stehlen wollen?

— Beim heiligen Jacob! Das fehlte noch, versetzte cynisch der Mastwart, – an solchen Dieben, wie wir sind, zu Dieben zu werden!

— Wie viele Tagereisen werden wir bis Mexico brauchen?

— Vier bis fünf, Lieutenant. Das Ganze ist ein reiner Spaziergang. Aber nur Schritt reiten. Sie sehen doch, daß der Weg sehr bergan führt.«

In der That machten sich eben die ersten Wellenlinien der Berge bemerkbar.

»Unsere Pferde sind nicht beschlagen, fuhr der Mastwart fort, indem er anhielt, und ihre Hufe [pg 2-243] nutzen sich auf diesem Granitboden schnell ab. Sagen Sie aber ja nichts Schlechtes über diesen Boden. Da drunter liegt Gold, und wenn wir jetzt auch darüber weggehen, Lieutenant, so bedeutet das nicht etwa, daß wir es verachten!«