»Zunächst deshalb weg mit der Ottilie. Aus den Augen, aus dem Sinn.«
»Sie stirbt daheim an Gram und Kummer, wie Tante Lina. Du sollst sehen, nun, da sie nichts mehr zu hoffen hat, schwindet sie bald dahin.«
»Wer? Ottilie?«
»Nein, Tante Lina. Hoffnung ist der Zehrpfennig der Seele. Ist der verloren, schließen sich alle Thüren, bis auf die Pforte des Todes, die öffnet sich umsonst.«
»Wilhelmine, werde nicht sentimental. Tanten sind zähe und Verlobungen gehen täglich zurück.«
»Blos Kriehberg nicht. Er hat Briefe von Ottilie. Er thut Einspruch.«
»Dann laß sie ihn heirathen.«
»Sie liebt aber den anderen.«
»Und Du meinst, Tante Lina, die alte Schraube, hat die Beiden zusammengekobert?«
»Wenigstens stark nachgeholfen.«