»Hilf daran denken, wenn wir über das Riesenfernrohr schreiben, obgleich ich für meine Person es für Unsinn halte, nach den Sternen zu schießen, es sei denn aus rein wissenschaftlichen Zwecken. Da geschieht ja manches. — Hier hast Du den Compaß, nun suche zunächst Norden.«
Die magnetische Nadel machte ihr Spaß, aber sie konnte sich nicht daraus vernehmen und je mehr ich ihr es auseinandersetzte, um so weniger faßte sie es, bis ich zuletzt ebenfalls das feinere Unterscheidungsvermögen verlor. Auf Reisen war es ja auch hauptsächlich mein Karl, der gleich die Richtung heraus hatte. »Ottilie,« sagte ich deshalb, »in unseren wissenschaftlichen Abhandlungen gehen wir um das Magnetische bogenartig ausweichend herum. Im Park kann man am Ende fragen. Auch stehen an vielen Orten Wegweiser.«
»Entzückend!« rief Ottilie, und legte den Compaß weit weg.
»Ferner müssen wir Bedacht nehmen, daß die Berichte umschichtig gelingen. Erst die Haupthalle, dann Photographie, dann meinetwegen Unterricht und Erziehung, hierauf Hagenbecks Affenparadies, das sich an das Kindliche schließt. Gasindustrie kann mit Gärtnerei abwechseln, dann nehmen wir die vereinigten Destillateure, die Volkswohlfahrt, die größte Kanne, Fischerei, Stufenbahn, Harzbahn, Volksbrausebad...«
»Ich kann keine Brause vertragen.«
»Nur ansehen.«
»Pfui!«
»Ottilie, ich habe Dich schon einmal ermahnt, diese Redensart zu pensioniren. Sollen die Leute fragen, wer mag die junge Dame sein, die so schwach mit Lebensart ist? Bei solcher Gelegenheit müßte ich Dich verleugnen und Dich wieder siezen.«
»Es ist das letzte Mal gewesen, ganz gewiß,« betheuerte sie.
»Schön. Passirt es noch einmal, kommst Du nicht mit nach Kairo, das sie so naturgetreu aufgebaut haben, als wäre man leibhaftig in Egypten.«