O weh, ich Unglückliche! Nein laß mich nicht glauben, daß du so großmüthig gewesen wärest, ich müßte ganz und gar verzweifeln, und das will ich nun einmal nicht, vielmehr künftig jedes Unglück mit Lachen ansehn.

„Ich will ihm nach, ihm den Raub wieder abzunehmen.“

Wahrlich ich gönnte dir ihn lieber. Und willst du mich dann freigeben?

„Nun nicht, du mußt nach Darkulla, zur Strafe. Ich muß auch zuvor entschädigt sein. — Wer weiß wann ich Mehemed finde.“

Das gelingt dir wohl nie. Er ist gewandt wie eine Schlange, voll List und Tükke. Er hat auch den Sultan von Darfur betrogen, und sich aus dem Staube gemacht. Brachten seine Späher ihn nicht zurück, was werden die deinigen ausrichten?

„Der Sultan von Darfur kennt nur sein Land, meine Knechte Hundert Länder.“

O ich mögte ihn gern durch dich gestraft sehn, denn wakker hast du mich gehalten Sklavenhändler. Noch Eins. Er sucht ein europäisches Mädchen, Isabelle genannt. Hörst du je von dieser, so laß sie vor den Mehemed warnen, und thue ihr kund, Mehemed heisse auch Perotti.

„Wohl, so sende ich einige Getreuen aus, und eile dann mit dir nach Darkulla.“


[6] S. Browne’s Reisen in Afrika, Aegypten und Syrien, in den Jahren 1792 bis 1798. Aus dem Englischen. Leipzig und Gera bei Heinsius 1800.