Hunderttausend Franken! seufzte die Tante.
Gewaltig viel, setzte Jolin hinzu.
Flore merkte nicht darauf. Ich eile nach Paris, rief sie, zum Gesandten der Pforte, auf der Stelle — aber kannst du nichts Schriftliches vorzeigen, Muselmann?
O ja, entgegnete dieser. Er wollte ein Papier herausnehmen, schlug den Pelz auseinander. Bei dieser Gelegenheit wurde sichtbar, daß ihm ein Arm fehlte. Flore sank bei dem Anblick auf den Divan.
„Dir fehlt ein Arm? —“
So bin ich erkannt!
Weg flogen Turban und falscher Bart. „Und du wolltest Hunderttausend Franken erlegen? Hier hast du mich umsonst.“
Man kann hier unmöglich wieder erzählen, was in dem Buche[8], wozu das gegenwärtige ein Seitenstück ist, bereits gedruckt steht. Dort findet man, wie der einarmige Ring, nachdem er bei St. Jean d’Acre gefangen worden, eine gute Zeit als Sklave zugebracht, aber des körperlichen Mangels wegen, eben nicht geachtet ward, wie er frei wurde, nach Constantinopel, nach Polen kam, und endlich seine Reise nach Frankreich antreten konnte.
Nun hatte ihn Flore, er Floren wieder! Sie waren am Ende aller Abentheurerei. Wohlstand und Ruhe winkten ihnen eine freundliche Zukunft entgegen.
Dame Beatrice gestand ihre Vermuthung: Herr Noiseul habe jenen Zuspruch der Griechin veranlaßt. Sie weinte heftig darüber.