Gräfin. Ja!
Marquise. So empfangen sie doch Unterricht.
Gräfin. Durch Schlagen. (gegen die Wand) Schlagen? … den Handschuh ablegen? … Legt ich ihn denn gestern ab? … (gegen die Marquise) Er sagt, endlich hätte ich mich entschieden.
Marquise. Ha ha ha ha.
Gräfin. Man muß noch einige Schwierigkeit machen. (gegen die Wand) Weil … Weil sie zu viel fordern. … (gegen die Marquise) Recht hübsch, was er da sagt. (gegen die Wand) Nun — nun — keinen Zorn! … Gewiß! … Zweifeln sie nicht länger! … Er ist abgelegt.
Marquise. Aber so ziehn sie ihn doch aus.
Gräfin. (gegen die Marquise) Ja ja, ganz aufrichtig. (gegen die Wand) Es geschah — hören sie — hier die Hand, hier hier … (gegen die Marquise) Mit welcher Extase er den Fleck drüben küßte. Bei dem allen glaub ich, Sophie hätte die Lippe auf der Hand gefühlt. Es giebt nur ein Lebensalter von so scharfer Empfindung.
Marquise. Ha ha ha ha!
Gräfin. Ich sagte nichts … Erröthet? ich bin erröthet? … (gegen die Marquise) Wie er an Kindlichkeit und Unschuld bei Sophien glaubt! Wie artig, diese Meinung zu äußern! Aber ist das nicht allerliebst? (gegen die Wand) Wahrhaftig, Chevalier, ich glaube, daß sie mich sehn.
Marquise. Sache des Herzens, nicht des Kopfes.