Während der Lebensquell im Fließen war, fuhr Tata fort: Nun glaub ich auch, du wirst einem Sultan anständig von der treulosen Cafferin reden können. Sonst müßte selbst dein Bruder für seine Zunge fürchten.
Wie, und du erfrechest dich, die Cafferin treulos zu nennen? rief Kuku noch sehr empört.
Tata zog sich etwas zurück, und erwiederte: Es floß noch zu wenig, nur noch einer Kokosnuß voll, du wirst einsehn, daß die treulos sein müsse, die den nicht enthaupten mag, von welchem geweissagt ist, er würde, wenn er lebte, deinen Thron besteigen.
Kuku rief weinend: Freilich, freilich, freilich scheint es so, aber ist es nicht, diese Sonne sendet nur reinen Strahl nieder. —
Tata sagte manches was zur Sache gehörte, wich dabei dem Sultan aus, und nahm den Dolch vom Boden, fürchtend, jener nähme ihn auf, ihn nach des Bruders Herzen zu werfen.
Der Fußteppich des Zeltes war schon ziemlich gefärbt, da rief Kuku: diesen Mond kann keine Finsterniß verdunkeln.
Tata schöpfte Hoffnungen, und raffte seine Beredsamkeit zusammen.
Schon waren alle Tygerhäute, woraus der Teppich verfertigt war, roth, da rief Kuku: dieser Stern kann sich nicht in die frostige Erde tauchen.
Tata war sehr froh und antwortete: Die Sonne sengt oft die Blüthen des Mandelbaums, wird bisweilen finster, wie es der Mond auch wird, in jeder Nacht fahren Gestirne zur Grube.
Ach das ist wahr, gab ihm Kuku zu.