»Schön! so verhilf mir heut oder morgen zu einer Gelegenheit, deine Mutter unter vier Augen allein sprechen zu können. Sieh zu, wie du Hiltrud entfernst, nimm sie mit dir, sinne auf eine Ausrede –«

»Ist gar nicht nötig,« kam es von dem Platze her, wo Hiltrud lag.

»Himmel! sie ist wach!« rief Richilde.

»Hast du alles gehört?« frug Sidonie.

»Natürlich!« lachte Hiltrud. »Wenn ihr so schreit, soll man wohl wach werden und die Ohren spitzen.«

»Willst du uns helfen?«

»Mit allem, was ich kann und vermag!«

»So komm her!«

Hiltrud kroch auf allen Vieren heran. »Etwas Neues war es mir auch nicht, Richilde, daß du Ernst gern hast,« sagte sie, »und er dich auch, und daß ihr beiden –«

»Still jetzt!« unterbrach sie Sidonie. »Wir sind also drei geschworene Verbündete in der großen Sache, nicht wahr?«