»Ach du lieber Gott! da seid Ihr wohl gar der Ritter Eike von Repgow?« fragte der erst so Fürwitzige nun erschrocken.
»Du lieber Gott! ja, der bin ich, wenn du's mir zugute halten willst,« sprach Eike belustigt.
»Darum hat auch der Neck im Ziehbrunnen vor drei Tagen so grausam rumort, und nun ist –«
»Und nun ist das Unheil da, willst du sagen; danke für den freundlichen prospectus!« lachte Eike. »Der Herr Graf hat mich wohl dem Herrn Sekretarius schon angekündigt?«
»Ja freilich, Herr! ich weiß Bescheid, schreiben soll ich,« gab Wilfred kleinlaut zur Antwort.
»Richtig! jetzt komm mit und geleite mich durch Umwallung und Tor zu deinem gnädigen Burgherrn,« gebot Eike.
Er schwang sich in den Sattel, denn er wollte nicht wie ein Säumer mit seinem Packtier, sondern ritterlich hoch zu Roß in die Burg einziehen.
Wilfred schlich de- und wehmütig wie ein geprügelter Hund hinter dem Reiter her.
Sie mußten über die Zugbrücke und dann mehrere Tore durchschreiten. Gleich hinter dem ersten enteilte einer der Burgmannen, wahrscheinlich, um die Ankunft des Gastes zu melden.