Das Wildfangrecht.

Eine pfälzische Geschichte. Ein altes Regal des Kaisers, schon unter König Wenzel erwähnt, gibt Julius Wolff das Motiv zu seiner sich im siebzehnten Jahrhundert im Städtchen Wachenheim begebenden Geschichte. Das Wildfangrecht hat einst zu ernsten Streitigkeiten zwischen dem Pfalzgrafen Carl Ludwig bei Rhein und seinen Nachbarn geführt, namentlich dem Erzbischof von Mainz, und es vermochte die davon Betroffenen in die bösesten Situationen bringen. Von Sonnenschein und Weinduft umhaucht bilden Liebesleid und Liebesglück den Inhalt der lebendigen, auf dem Hintergrunde des pfälzischen Winzerlebens sich abspielenden Geschichte. Sie gewährt uns Einblick in das häusliche Leben der Wachenheimer und die mühevolle und dabei fröhliche Arbeit der Winzer, in das vergnügte Treiben in den Spinnstuben; alle Gestalten treten plastisch in die Erscheinung. Prof. Dr. Fritze schreibt darüber in der Weserzeitung: »Diese neueste Schöpfung stellt der Frische des dreiundsiebzigjährigen Verfassers ein rühmliches Zeugnis aus und erweckt die erfreulichen Hoffnungen auf weitere Gaben seiner als unerschöpflich erscheinenden dichterischen Gestaltungskraft.«

Zweifel der Liebe.

Roman aus der Gegenwart. Im vorliegenden Roman verläßt Julius Wolff das von ihm mit Vorliebe und großer Begabung gepflegte Gebiet der Romantik. Eine feinsinnige Studie bietet er in diesem Werke. Sie führt uns tiefempfundene Seelenstimmungen des Helden vor, eines jungen Offiziers, der zu ehrenhaft ist, um der Angebeteten seines Herzens seine Liebe zu gestehen, da er nicht die Mittel besitzt, um ein armes Mädchen zu heiraten. Das ist eine alte Geschichte, doch bleibt sie ewig neu. Die daraus folgenden Verwicklungen sind geschickt geschürzt und gut gelöst. Gleich die Einführung des jungen Offiziers in seine Junggesellenwohnung, das Leben auf den Straßen, wie die anderen Gestalten sind mit guter Beobachtung gezeichnet, und leibhaftig ist jede, von den anderen sich abhebend, vor uns hingestellt. Im »Deutschen Offiziersblatt« schloß die Besprechung mit den Worten: Nicht nur die gleiche Handlung und die klare Schilderung der Charaktere, auch die schöne, vornehme Sprache machen das Lesen dieses Buches zum Genuß. Karl Frenzel, der berühmte Kritiker, schreibt in der Nationalzeitung zu Julius Wolffs 70. Geburtstage: »Der Ton bist Du, wie der Farbenmeister. Kein Wunder darum, daß Maler und Musikanten aus Deiner Dichtung Born vergnüglich schöpfen. Gibt's in der Menschlichkeit doch nichts so Hohes und nichts so Kleines, das Du nicht besungen. Gewähren Himmel und Erde uns doch kein seltnes Schauspiel, das Du nicht gemalt.«


Als Jubiläumsschrift für das deutsche Volk ist erschienen:

Die
Völkerschlacht bei Leipzig

Ein Gedenkblatt zur 100jährigen Jubelfeier

Der deutschen Jugend erzählt
von

Paul Benndorf