»Ihr sollt mir das kleine, weiche Pfötchen geben.«

Sie schlug ein: »Da! was nun noch?«

»Weiter nichts; ich hab Euch so lange nicht gesehen; habt Ihr mich auch noch ein bischen lieb?«

»Ich Euch? nein! nicht im Mindesten, hab Euch in meinem Leben noch nicht lieb gehabt.«

»Ach! warum denn nicht?«

»Ihr seid mir zu rauh und stachlicht. Ich möchte nichts im Bösen mit Euch zu schaffen haben.«

»Im Bösen, da habt Ihr Recht; aufrichtig seid Ihr wenigstens, Gräfin Imagina!« sagte Burkhard mit einem stechenden Blick. »Aber es ist ja garnicht Euer Ernst.«

»Mit Euch spaß' ich nicht, denn ich traue Euch nicht, nicht über den Weg trau ich Euch; Ihr seid gefährlich, man muß sich mit Euch hüten und fürsehen, die tiefe Falte da zwischen Euren Brauen –«

»Streicht sie weg, wischt sie mir aus, Imagina!«

»Von der Stirn kann man sie verbannen, aber im Herzen bleibt sie Euch doch. Was habt Ihr wieder heute? Euch bohrt und boßt etwas.«