»Was kümmert Dich meine Freiheit! gebrauche die Deinige und – geh!«

»Es kostet Dich ein Wort, Burkhard, –«

»Das einzige Wort, das ich Dir zu sagen habe, hast Du eben gehört.« Damit wandte er sich ab und stellte sich, Schmasman den Rücken zukehrend, ans Fenster.

»Du weisest mir die Thüre?« sprach Schmasman. »Nun, – dann lebewohl! und wenn Du mich brauchen kannst, so rufe mich, dann bin ich da. Aber, Burkhard, ungebeten komme ich nicht zum zweiten Male. Lebewohl!«

Burkhard antwortete nicht. –

»Es ist nichts mit ihm anzufangen,« sagte Schmasman unmuthig, als er nach der fruchtlosen Unterredung mit Burkhard wieder in Oswalds Gemach trat. »Er hat mich barsch abgewiesen, sein Trotz ist unbeugsam.«

»Was meint Ihr,« sprach Oswald, »wenn wir seinen Sohn Bruno veranlaßten, herzukommen und ihm im Namen seiner Gemahlin, Frau Stephania, Vorstellungen zu machen.«

»Das schlägt bei Burkhard nicht an,« erwiederte Schmasman. »Der läßt sich durch nichts bewegen, von nichts Anderem lenken und leiten als von seinem eigenen unerschütterlichen Willen. Auf nichts in der Welt nimmt er Rücksicht, nicht auf Bruder und Freund, nicht auf Weib und Kind.«

»Habt Ihr ihm die milden Bedingungen, die Ihr mir für ihn abgerungen, mitgetheilt?«

»Nein, er ließ mich gar nicht damit zu Worte kommen.«