Isabelle. Kann ich denn wohl so glücklich seyn, zu erfahren, was es für eine Heirath sey, woran heute gearbeitet wird?

Harl. Sie soll zwischen einem Bräutigam der sich Scrupel macht, einer Seits, und zwischen einer Braut die sich keine macht, ander Seits, geschlossen und nicht geschlossen werden.

Isabelle. Aus diesem räthselhaften Geschwätze schließe ich, Harlekin, daß Du es bist, der sich Scrupel macht.

Harl. Der Henker traue den Mädchen! Ich glaube, sie lesen einem aus den Augen was man denkt. Aber, was hat man denn auch anders in den Augen, wenn man erst zu Verstande kömmt, als die Lust zu heirathen? Sehen Sie mir das nicht gleich an?

Isabelle. O! das habe ich Dir lange angesehen, und Kolombinen ebenfalls.

Harl. Ey, schau doch, wie listig sie das Geheimniß herauslocken will!

Isabelle. So war denn doch die Heirath zwischen Dir und Kolombinen das Geheimniß? Nun, so wünsche ich Dir viel Glück damit; es ist ein braves Mädchen.

Harl. Dürfte ich wohl unterthänigst fragen, was Sie durch ein braves Mädchen verstehen? Ich habe sonst gemeint, die Pferde würden nur brav genannt.

Isabelle. Ich will damit nur sagen, daß Kolombine ihre Rolle gut spielt, daß sie sehr geschickt, sehr schön, sehr lustig, sehr gutherzig--

Harl. Aber nicht auch sehr tugendhaft sey?