»Da habt Ihr es! Ich brauch's nicht!« und er eilte zur Thür.

Allein Blasius Putnoki stellte sich ihm entgegen.

»Oho! Nicht so, Gevatter! Du bleibst. Ich klage dich vor Gott und Menschen an, daß du mit den Feinden der Stadt unter einer Decke gespielt, daß du die Schätze unserer heiligen Mutterkirche verkauft hast. Du bist der Gefangene der Stadt!«

»Auf wessen Anordnung?« fragte stolz und kalt Lestyák.

Putnoki war betroffen, wie wenn man ihm die Zunge abgeschnitten hätte, Lestyák hingegen entfernte sich, die Saalthür hinter sich zuschlagend. Der Reihe nach standen jetzt die anderen Senatoren auf, sich dem allgemeinen Willen unterwerfend. Sie legten ihr Amt nieder. In dem entstandenen Chaos brach sich Herr Josef Berkes Bahn bis zum Präsidentenstuhle.

»Ich beantrage, daß, bis nach reiflicher Überlegung ein neuer Beamtenkörper gewählt wird, die Angelegenheiten der Stadt eine aus drei Mitgliedern bestehende Kommission führe. Ein katholischer, ein kalvinischer und ein lutheranischer Mitbürger.«

»So ist's!« schrie die Menge.

Sofort rief man alle drei aus, die Herren Samuel Holeczy, Balázs Putnoki und Josef Berkes. Das Triumvirat ging, als sich die Menge zerstreute, in das benachbarte Zimmer, um zu beraten und sein erster Beschluß war die Gefangennahme des jungen Lestyák.

Der alte Lestyák weinte und schrie, als man den Stolz seines Herzens, seinen Max ins Gefängnis führte. Zuerst griff er zum Bügeleisen und wollte die Haiducken totschlagen. Als man ihm das Bügeleisen aus der Hand riß, brachte er aus der Bibel geeignete Sätze zur Anwendung, welche er wie Donnerkeile an die Köpfe Gyuri Pintyös und Pista Muskas warf.

»Man muß die Sache nicht so arg aufnehmen, lieber Vater,« sagte ein wenig zornig der Ex-Oberrichter, »auch das dauert nicht ewig.«