»Potztausend! Das ist ja ein wahrhaftiges Wunder!« jubelte Max, der sich vor Staunen nicht erholen konnte. »Dann ist ja dieser Kaftan ein großer Schatz!«

»Das will ich wohl glauben. Jedoch beeilen Sie sich, denn sie könnten kommen. Es ist mir, als wenn ich schon schwarze rollende Wagen, von der Stadt kommend, sähe.«

Lestyáks Stirn verfinsterte sich.

»Du hast recht, Czinna, sage niemandem etwas! Ich danke dir für das, was du gethan hast. Ich werde mit dir noch später sprechen ... heute noch. Jawohl, ich spreche noch mit dir, Czinna.«

»Schon gut,« meinte der fesche Bursche und verschwand gegen den Ried hin.

Lestyák ging den geraden Weg. In der That fand er die lange Wagenreihe bald vor sich; diese brachte Brot und Holz, der Marczi trieb die Ochsen mit saftigen Verwünschungen an. Vor dem Wagen ritt einer der Triumvirn, Herr Samuel Holéczi, den nervus rerum in der an seiner Seite hängenden gelben Ledertasche tragend. Jenes Weib aber auf einem Wagen, umgeben von hold geröteten Brotlaiben, es ist bei Gott Frau Fábián; sie ist aus bloßer Neugierde mit von der Partie, um doch endlich einen »hundsköpfigen Tartaren« zu schauen; und neben ihr kauert der redegewandte Paul Fekete, mit den blinzelnden Hasenaugen eine Schrift lesend.

»Seht da! Ist das nicht der Lestyák?« stammelten betroffen die Kecskeméter. »Der kommt aus dem Jenseits!«

Samuel Holéczi, der dem Lestyák niemals so recht gram war (man weiß ja, daß die Lutheraner immer zu einander halten) und den überdies eine quälende Neugierde befiel, richtete an Herrn Max in weichem Tone die Frage:

»Nicht wahr, es ist nur Eure Seele, Amice, nicht Ihr selbst?«

»Potztausend, nein, ich bin es selbst ohne meine Seele,« brummte Lestyák bitterlich (wer weiß, woran er eben dachte?) »Aber Ihr, wohin wandert Ihr denn?«