„Das war bestimmt nicht von der Seele. Das waren eher andere Fragen, vom Leben überhaupt ... Ich dachte soeben darüber nach, womit zu beginnen.“
„Mit dem, was Ihnen zuerst aufblitzte.“
„Zuerst? Das war nur eine Ahnung ... Es ist höchst schwierig zu formulieren. — Ich weiß wirklich nicht, was mir zuerst aufblitzte. Es kam das alles so auf einmal!“
„Also beginnen Sie womit immer.“
„Das geht nicht. Alles war ein Ganzes ... Ja, das alles hing zusammen. Könnte ich es nur umfassen!“
„Sie werden es mir ein andermal sagen?“
„Nein, lieber gleich jetzt. Nur, bis ich es ein wenig geordnet habe. Aber mich stört es, wie laut wir gehen.“
„Setzen wir uns also.“
„Ja, ich danke Ihnen. Vor allem bedenken Sie ... So klar leuchtete es mir ein ... Zunächst folgt daraus, wie elend und sinnlos alles war, was ich bis jetzt gelebt. Plötzlich durchdrang es mich wie ein Messer; ich entsetzte mich vor mir selbst und begriff, daß ich so viele Jahre, o Gott, nur einen unaussprechlichen und ungeahnten Schmerz gelebt habe. So viele Jahre! Dies also blitzte in mir auf, was ich war und wie ich unbewußt gelitten; und alles war vergeblich und irrig, und eng wie ein Kerker; und mir war furchtbar zumute, wenn mein ganzes Leben sich mir als ein gefundener Fehler erwies. Ach, Vieles erkläre ich Ihnen noch näher. Aber zweitens, warten Sie, zweitens —“
„Was ist zweitens?“ fragte nach einer Weile der Gefährte.