Fig. 229.
a Horizontalschnitt durch einen Echinidenstachel. (Fidschi-Inseln), vergr. b Schnitt parallel der Oberfläche durch ein Coronaltäfelchen eines recenten Seeigels (Sphaerechinus), vergrößert.
Fig. 230.
Pentacrinus subteres Goldf. Weißer Jura. Reichenbach. Württemberg. a Medianer Vertikalschnitt durch den Stiel nach der in c angegebenen Richtung, 18/1 vergr. b Horizontalschnitt 18/1 nach der in d angegebenen Richtung geschnitten. c, d Stiel in nat. Größe.
Eine auffällige Verschiedenheit besteht überdies im Bau und in der Struktur des Hautskelettes (Fig. [229], [230]). Alle Täfelchen, Platten, Stacheln oder sonstigen Kalkgebilde eines Echinodermen werden in der Haut ausgeschieden und bestehen aus einem Netzwerk mikroskopisch kleiner Kalkkörperchen, welche sich in einem organischen Gewebe ablagern. Indem sich diese Kalkkörperchen in horizontaler Richtung zu siebartigen Platten vereinigen und durch vertikale Pfeilerchen miteinander verbunden sind, entsteht ein zierliches Gitterwerk, das bei allen Echinodermen ziemlich gleichartige Beschaffenheit besitzt. Durch den Fossilisationsprozeß werden die ursprünglichen Lücken sehr häufig mit kohlensaurem Kalk ausgefüllt und dadurch alle Skeletteile in kristallinischen Kalkspat umgewandelt, welcher sich nach den Blätterdurchgängen spaltet. Jedes einzelne Täfelchen, Stielglied, Armglied eines Seeigels, eines Seesterns oder einer Seelilie erweist sich alsdann als ein selbständiges Kristall-Individuum.
Sämtliche Echinodermen sind Meeresbewohner. Man unterscheidet nach Haeckel drei Unterstämme (Pelmatozoa, Asterozoa und Echinozoa) mit folgenden Klassen:
| A. Pelmatozoa. | ||||
| 1. | Klasse. | Crinoidea. | Seelilien. | |
| 2. | " | Cystoidea. | Beutelstrahler. | |
| 3. | " | Blastoidea. | Knospenstrahler. | |
| B. Asterozoa. | ||||
| 1. | Klasse. | Ophiuroidea. | Schlangensterne. | |
| 2. | " | Asteroidea. | Seesterne. | |
| C. Echinozoa. | ||||
| 1. | Klasse. | Echinoidea. | Seeigel. | |
| 2. | " | Holothurioidea. | Seegurken. | |