a Von der Seite. b Von unten. Nat. Größe. (Nach Schlüter.)
Die einzige Gattung Uintacrinus Grinnell (Fig. [295]) in der oberen Kreide von Kansas, Westfalen und England.
5. Ordnung. Articulata. J. Müller.
(Neocrinoidea H. Carp., Canaliculata Wachsm. u. Spr., Pentacrinacea Neum.)
Kelch regulär, aus dicken Platten zusammengesetzt; IR selten vorhanden. IB fehlend oder klein und meist mit dem obersten Stielglied verbunden. B und R durch Sutur, die R, wenn mehr als eine Zone vorhanden, oben und unten gelenkig verbunden. Kelchdecke häutig oder mit lose nebeneinander liegenden Täfelchen bedeckt; Ambulacralfurchen und Mund offen. Oralia in der Jugend stets, häufig auch im ausgewachsenen Zustand vorhanden. Arme einzeilig, wechselzeilig, selten zweizeilig, mit Pinnulis. Trias bis Jetztzeit.
Zu den Articulata gehören fast alle lebenden, tertiären und die meisten mesozoischen Crinoideen. Sie sind ausgezeichnet durch offene Ambulacra und unbedeckten Mund, sowie durch die zur Aufnahme eines Nervenstranges und Bindegewebfasern dienenden Kanäle, welche nicht nur den Körper aller Br, sondern auch die R und B durchsetzen. Diese Axialkanäle (Fig. [296]) gehen vom gekammerten »Dorsalorgan« aus, treten zuerst in die Mittelebene der B ein, teilen sich jedoch innerhalb der B in zwei Äste, welche in zwei darüber liegende R fortsetzen und von da in die Brachialia verlaufen. Im ersten Radialkranz werden die radialen Axialkanäle, die in der Jugend in offenen Rinnen der Innenfläche verlaufen und erst später vollständig umschlossen sind, durch einen Ringkanal miteinander verbunden.
Fig. 296.
Verlauf der inneren Axialkanäle im Kelch und in den Armen von Encrinus. (Nach Beyrich.) (Die Kanäle sind punktiert, wenn sie im Innern der Täfelchen verlaufen, dagegen mit schwarzer Linie angedeutet, wo man dieselbe auf der Innenseite des Kelches oberflächlich beobachten kann.)
1. Familie. Encrinidae. Roem.