Fig. 298.

Analyse des Kelches und der Arme von Encrinus. a und a1 Kelch von innen und unten. b Basale von innen, etwas abgerieben. r Radiale1 von innen br Erstes Armglied (R2 auct.) von unten (Gelenkfläche). br1 Dasselbe von oben (Sizygialnaht). br1 2 Brachiale1 u. 2 miteinander verwachsen von unten und innen, br2 Axillare Gelenkfläche von Brachiale2. β Einreihiges, β* zweireihiges Armglied mit doppeltem Kanal. p Ein Pinnula-Glied (vergrößert).

2. Familie. Apiocrinidae. d'Orb.

K regulär, aus sehr dicken Tafeln bestehend. B 5 groß. R 5×1-3. Zuweilen IR in allen fünf Interradien vorhanden, die jedoch erst über R1 beginnen. Kelchdecke getäfelt. Mund und After unbekannt. A 5×2, einzeilig, mäßig vergabelt, mit langen Pinnulae. Stiel lang, kreisrund, seltener pentagonal, ohne Seitenranken, am unteren Ende mit verdickter Wurzel. Die Gelenkflächen der Stielglieder vollständig oder nur am Rand radial gestreift. Jura, Kreide und Jetztzeit.

Apiocrinus Miller (Fig. [299], [300], [301]). K birnförmig, von einem langen, runden Stiel getragen, dessen niedrige Glieder am oberen Ende immer breiter werden und allmählich in den K übergehen. Das oberste Stielglied (Centrodorsale) hat fünf erhabene Radialkanten, von denen die Seiten dachförmig abfallen. B 5 breiter als hoch. R 5×3, seitlich durch Naht, in radialer Richtung durch oben ausgehöhlte und am Innenrand mit erhabener Querleiste versehene Flächen unbeweglich verbunden. R3 axillar. Bei einzelnen Arten schalten sich zwischen den zwei oberen Radialkränzen kleine, durch Sutur verbundene IR ein. Die oberen Stielglieder liegen nur in der Peripherie dicht aufeinander und lassen gegen innen einen Zwischenraum frei. Lias, Jura und untere Kreide. Die Stielglieder bilden namentlich in den Alpen nicht selten Crinoideenkalke.

Fig. 299.

Apiocrinus Parkinsoni Schloth. Aus dem Groß-Oolith von Ranville. Calvados. a Kelch mit den obersten Stielgliedern von der Seite, b von oben. c Gelenkfläche eines Stielgliedes (nat. Größe).

Guettardocrinus d'Orb. Wie Apiocrinus, aber die zwei unteren Br seitlich durch IR unbeweglich verbunden und an der Kelchbildung teilnehmend. Einzige Art (G. dilatatus d'Orb.) im oberen Jura.