Fig. 564.
Heterodontes Schloß von Cyprina, linke und rechte Schale.
Fig. 565.
Desmodontes Schloß von Pleuromya.
Obige, von Neumayr[40] aufgestellte und begründete Terminologie des Bivalvenschlosses wurde von Dall[41] weiter ausgeführt und von letzterem die Heterodonta in die Gruppen Diogenodonta, Cyclodonta, Teleodonta zerlegt. Auch die ursprünglich aus fremdartigen Elementen zusammengesetzte Abteilung der Desmodonta erfuhr durch Bittner, Dall u. a. mancherlei Änderung.
Um eine kurze und präzise Bezeichnung der Schloßelemente zu ermöglichen, schlugen Steinmann und Döderlein Formeln vor, worin C die Kardinalzähne, o die diesen entsprechenden Zahngruben der anderen Schale, l die Seitenzähne und m die Vertiefungen zu ihrer Aufnahme in der anderen Schale bedeuten. Mit x werden nicht näher bestimmbare Vorsprünge des Schloßrandes bezeichnet. L bedeutet die linke, R die rechte Klappe. Die Formel beginnt stets am hinteren Ende und endigt am vordern. Beispiel:
| Astarte borealis | L | m | o | 1 | o | 1 | l | . |
| R | l | 1 | 0 | 1 | 0 | m | ||