Bei dem Subgenus Lapeirousia Bayle, (Rad. Jouanettia Desm.) sind die beiden glatten Bänder innerlich durch zwei vorspringende Pfeiler ersetzt; bei Synodontites Pirona die zwei Zähne der Oberschale verwachsen. Sauvagesia Douvillé besitzt eine Schloßfalte.

Joufia Böhm. Ob. Kreide. Venetien.

Radiolites Lam. (Sphaerulites Delamétherie Birostrites Lam., Jodamia Defr., Dipilidia, ? Agria Math.) (Fig. [676]. [677]). Äußere Form und Struktur wie Biradiolites, jedoch mit zwei glatten oder quer gestreiften Längsbändern. Obere Schale zwischen den beiden Schloßzähnen mit einer einspringenden Falte (Schloßfalte). Unterschale ebenfalls mit einer Schloßfalte, in deren zweischneidigen Oberrand sich die Falte der Oberschale einfügt. Die Schloßzähne der Oberschale werden in der Unterklappe von zwei freistehenden vertikalen, innen gestreiften Alveolen (d d') aufgenommen, die meist durch Quersepten mit dem Innenrand der Schloßfalte verbunden sind. Die beiden Gruben (x u. x') neben der Schloßfalte werden, wie Pethö und Douvillé nachgewiesen, teilweise von einem innern Ligament ausgefüllt, das sich vor dem inneren Ende der Schloßfalte in der Oberschale befestigt. Die Muskeleindrücke (a' und a) sind vertikal gestreift und wie bei Biradiolites beschaffen. Sehr häufig in der Kreide (vom Urgon bis Senon) in Europa, Nordafrika, Kleinasien, Palästina, Indien, Nord- und Südamerika. Am verbreitetsten in der mittleren und oberen Kreide.

Fig. 677.

Verkieselte Unterschale von Radiolites foliaceus Lam. Aus dem Carentonien von Ile d'Aix, Charente. 2/3 nat. Größe (nach Goldfuß). (A Schloßfalte, d vordere, d' hintere cannelierte Zahnalveole, a vorderer, a' hinterer Muskeleindruck, x und x' leere Gruben zu beiden Seiten der Schloßfalte, y ∨förmige Grube am inneren Ende der Schloßfalte.)

Fig. 678.