Die Bellerophontiden wurden von Montfort zu den Cephalopoden, von Deshayes wegen der Ähnlichkeit mit Atlanta zu den Heteropoden, von de Koninck zu den Aspidobranchiern gestellt. Die dicken Schalen zeigen zuweilen noch Spuren der ursprünglichen Färbung. Mindestens 300 paläozoische Arten beschrieben.
Bellerophon Montf. (Waagenia de Kon.) (Fig. [769]). Schale kugelig oder scheibenförmig; beiderseits eng genabelt, mehr oder weniger involut. Mündung gegen den Rand nicht erweitert. Außenlippe scharf, mit Ausschnitt oder tiefem Sinus. Dorsales Schlitzband entweder deutlich oder durch einen Kiel ersetzt oder fehlend. Oberfläche nur mit Zuwachsstreifen. Silur bis Perm. Hauptverbreitung im Kohlenkalk.
Fig. 769.
Bellerophon bicarenus Leveillé. Kohlenkalk. Tournay, Belgien.
Subgenera: Bucania Hall., Silur. Devon. Warthia, Mogulia Waagen. Karbon.
Euphemus M'Coy (Fig. [770]). Wie Bellerophon, aber die inneren Umgänge und ein Teil des letzten spiral gestreift. Karbon.
Salpingostoma Roem. Schale weit genabelt. Mündung plötzlich stark ausgebreitet. Rücken mit einem vorne und hinten geschlossenen Schlitz. Silur. Devon.
Trematonotus Hall. Wie vorige, aber Schlitzband durch eine Reihe von Löchern ersetzt. Silur.