3. Familie. Littorinidae. Gray.

Schale kreiselförmig, ohne Perlmutterschicht, meist glatt oder spiral verziert. Mündung rundlich. Außenlippe scharf. Deckel hornig, paucispiral. Silur bis jetzt. Marin.

Die Schalen der Littoriniden unterscheiden sich von den Turbiniden und Trochiden lediglich durch den Mangel einer Perlmutterschicht. Die Tiere dagegen weichen beträchtlich ab. Bei den ersteren sind zwei fast gleichmäßig entwickelte, bei den Littoriniden nur eine Kieme vorhanden; das Herz hat bei den ersteren zwei, bei den Littoriniden nur eine Vorkammer, die Radulae der Turbiniden und Trochiden sind rhipidogloß, die der Littoriniden täniogloß. Obwohl demnach die Littoriniden von den Zoologen zu den Ctenobranchina, die Kreiselschnecken zu den Aspidobranchina gestellt werden, so erscheint es doch kaum zweifelhaft, daß die paläozoischen Littoriniden den Turbiniden und Trochiden sehr nahe standen und wahrscheinlich erst spät ihre heutige Differenzierung erlangten.

Die ausgestorbenen Gattungen Holopea Hall (Silur und Devon) Turbonitella de Kon. (Devon und Karbon) (Fig. [832]), Portlockia, Turbinilopsis, Rhabdopleura de Kon. (Karbon) und Lacunina Kittl aus der Trias zeigen große Ähnlichkeit mit Littorina, werden jedoch vielfach auch zu den Trochiden oder Turbiniden gestellt.

Fig. 832.

Turbonitella subcostata Goldf. sp. Mittel-Devon. Paffrath bei Köln.