Die Ägoceratiden dürften von Phylloceras abzuleiten sein, denn die ältesten hergehörenden Formen, die Psiloceraten, namentlich der alpinen Unterlias, besitzen Lobenlinien, welche vollkommen den Charakter der Phylloceraten zeigen. Sie zerfallen in mehrere eng verbundene Unterfamilien.

a) Unterfamilie. Psiloceratinae. Zitt. (Psilonoti Quenst.).

Weit genabelt. Umgänge flach, glatt oder mit einfachen Rippen, welche den gerundeten kiellosen Externteil nicht überschreiten. Anaptychus vorhanden. Unterster Lias.

Die Psiloceratinen sind die Vorläufer aller übrigen Ägoceratiden.

Psiloceras Hyatt (Fig. [1158]). Flach scheibenförmig, seitlich glatt, fein quergestreift oder mit einfachen Faltrippen (Caloceras p. p. Hyatt). Externteil gerundet. Unterster Lias. P. planorbis Sow., P. calliphyllum Naumanni Neumayr, P. Johnstoni Sow., P. tortile d'Orb. etc. Besonders häufig im Lias der Nordalpen (Pfonsjoch, Schreinbachgraben).

b) Unterfamilie. Arietitinae. Zitt.

Flach scheibenförmig, weit genabelt. Seiten mit kräftigen einfachen Rippen; Externteil mehr oder weniger abgeplattet oder gerundet mit glattem, häufig von zwei Furchen begrenztem Kiel. Anaptychus beobachtet. Unt. Lias.

Fig. 1158.