Die Haploceratiden sind offenbar ein Seitenzweig der Harpoceratiden und sehr eng mit Oppelia verwandt, von der sie sich nur durch den Mangel eines Kiels unterscheiden.

Haploceras Zittel (Lissoceras Bayle) (Fig. [1175], [1176]). Schale genabelt, glatt oder mit feinen, geschwungenen Zuwachsstreifen, ohne Einschnürungen. Mündung mit stark entwickelten Seitenohren. Wohnkammer hinter der Mündung zuweilen mit Einschnitten oder Falten auf dem Externteil (A. carachtheis Zeuschn., A. verruciferus Menegh.). Suturen fein zerschlitzt, 2-4 Hilfsloben vorhanden; erster Lateralsattel weit vorspringend. Dogger (A. oolithicus d'Orb.), Malm (A. Erato d'Orb., A. nimbatus Opp., A. lingulatus Quenst.), Tithon (A. Staszycii Zeuschn., A. elimatus Opp.), Neokom (A. Grasianus d'Orb.).

16. Familie. Stephanoceratidae. Neumayr emend. Zittel.

Rippen außen mehrfach gespalten und über den meist gerundeten Externteil fortsetzend, ohne oder mit Einschnürungen. Mündung häufig mit Seitenohren, meist eingeschnürt. Suturlinie stark zerschlitzt, außer den zwei Seitenloben ein aus zwei bis drei Hilfsloben bestehender zurückspringender Nahtlobus vorhanden. Aptychus dünn, kalkig, außen gekörnelt. Lias bis untere Kreide.

Fig. 1177.

a Coeloceras subarmatum Young. sp. Ob. Lias. Whitby, Yorkshire. b Coeloceras pettos Quenst. Mittl. Lias. Suturlinie.