Phillipsia Portlock (Fig. [1315]). Wie Proetus, jedoch Glabella durch fast parallele Dorsalfurchen begrenzt, mit 2-3 kurzen Seitenfurchen, von denen die hinteren, bogenförmig rückwärts gerichtet, einen rundlichen Lappen am Grund der Glabella umschließen. Nackenfurche tief. Augen groß, fein facettiert. Rumpf mit 9 Segmenten, Spindel deutlich gegen die gefurchten, an den Enden abgerundeten Pleuren abgegrenzt. Pygidium halbkreisförmig, ganzrandig. Achse aus 12-18 Segmenten bestehend, Seitenteile mit zahlreichen Rippen.
Die Gattung Phillipsia ersetzt Proetus in den jüngeren paläozoischen Ablagerungen. Abgesehen von einer zweifelhaften untersilurischen Art (Ph. parabola Barr.) finden sich alle übrigen Formen im Devon und Kohlenkalk, die jüngsten sogar in Permischen Ablagerungen von Sicilien, Himalaja, Nordamerika. Hauptverbreitung im Kohlenkalk.
Subgenera: Griffithides Portlock, Pseudophillipsia Gemmellaro, Brachymetopus M'Coy. Karbon, Perm. Dechenella Kayser. Devon.
13. Familie. Harpedidae. Barr.
Kopfschild größer als der übrige Körper, von einem breiten punktierten Saum umgeben, welcher sich hinten in zwei Hörner verlängert. Glabella gewölbt, mit 1-3 Seitenfurchen. Augen nicht facettiert (Stemmata). Gesichtsnaht fehlt. Rumpf mit 25-29 Segmenten, einrollbar. Pygidium sehr klein.
Die einzige Gattung Harpes Goldf. (Fig. [1316]) im Silur und Devon.
? Harpides Beyr. Ohne punktierten Randsaum, ohne große Wangenhörner. Oberes Kambrium und Unter-Silur.
Fig. 1316.