Fig. 1325.
Palaeorchestia parallela Fric sp. Steinkohlenformation. Lisek bei Beraun, Böhmen. Nat. Gr. (Nach Fric.)
Die Schizopoden ähneln in ihrem Habitus am meisten den langgeschwänzten Decapoden, zeigen aber in ihrem ganzen Bau primitive Merkmale. Einige fossile, paläozoische Formen, wie Pygocephalus Huxley, Carangopsis Salter (Palaeocrangon Salter, Archaeocaris Meek) aus der produktiven Steinkohlenformation von England und Nordamerika gehören wahrscheinlich hierher. Auch Anthrapalaemon Salter (Fig. [1323]) aus der Steinkohlenformation von Schottland und Illinois, sowie Palaeopalaemon Whitfield aus dem Devon von Schottland dürften trotz ihrer großen Ähnlichkeit mit Decapoden besser zu den Schizopoden gestellt werden. Ganz zweifelhaft ist die Stellung von Palaeopemphix Gemmellaro aus dem Perm von Sicilien.
Gampsonyx Jordan (Uronectes Bronn) (Fig. [1324]) aus dem unteren Rotliegenden von Lebach bei Saarbrücken bildet mit den karbonischen Palaeocaris Meek und Worthen, Palaeorchestia Zittel (Fig. [1325]) und Nectotelson Brocchi eine eigene Familie, welche mit der lebenden Gattung Anaspides Thomson aus Tasmanien mancherlei Verwandtschaft aufweisen.
3. Ordnung. Isopoda. Asseln.[87]
Körper oval, einrollbar. Kopf und Brustabschnitt getrennt, Augen facettiert, ungestielt. Brust mit sieben Paar Schreit- oder Klammerfüßen. Abdomen kurz, die Segmente häufig verschmolzen, mit blattförmigen, als Kiemen fungierenden Beinanhängen.
Fig. 1326.